
Hair incl. The Honeymoon Files (Re-Edition 2025)
Mit âHairâ haben Phillip Boa And The Voodooclub im Januar 1989 eines der wohl wichtigsten deutschen Indie Rock-Alben der ausgehenden 80er/ beginnenden 90er Jahre veröffentlicht. Ein Paradebeispiel an stilistischer Experimentierfreude, versponnener ErzĂ€hlkunst und kreativer Eigensinnigkeit, mit dem Boa seinen Status als vehementer Antipopstar untermauerte.Im April erscheint der Longplay-Meilenstein als remasterte und erweiterte Anniversary-Edition, die neben dem Original-Album weitere TontrĂ€ger mit brandneuen Songs, einen bisher noch unveröffentlichten Konzertmitschnitt sowie exklusive RaritĂ€ten, Bonustracks und Session-Outtakes enthĂ€lt!
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Kompromisslos, exzentrisch und unberechenbar â ein Ruf als hochfunktionale Eigenbrötler, der Phillip Boa und seinem Voodooclub spĂ€testens seit dem 1988 erschienenen Drittwerk âCopperfieldâ vorauseilte und den die Formation auch auf ihrem Album-Nachfolger âHairâ bestĂ€tigte. Mit ihrem experimentellen Mix aus Indie Rock, Post Punk und Art Pop begeisterte die Band nicht nur das deutsche, sondern auch das kritische UK-Publikum, wĂ€hrend sich die Macher weiterhin jedem Verdacht auf kommerziellen Erfolg verweigerten. Ein Balanceakt zwischen Kunst und Kommerz, der mit jedem Radioplay renommierter Tastemaker wie John Peel und Co. immer schwieriger wurde. âNach zwei schönen Indie-Alben bedeutete âCopperfieldâ einen kleinen Durchbruch. Gleichzeitig wurde die kĂŒnstlerische Figur Phillip Boa langsam gröĂer als ich als Individuumâ, blickt der Voodooclub-Mastermind auf eine schizophrene Schaffensphase zurĂŒck. âIch war noch nie ein Entertainer oder ein Rockstar. Dieses Gen fehlt mir bis heute. Als sich âContainer Loveâ zum Hit entwickelte, schlugen wir reihenweise Einladungen wichtiger TV- und Radioshows aus.â GenĂŒtzt hat es kaum, bekanntlich. Kultstatus wider Willen.
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Ein selbstgewĂ€hltes Exil im Pop-AuĂenseitertum, in dem sich Phillip Boa And The Voodooclub mit âHairâ hĂ€uslich einrichteten. Direkt im Spannungsfeld aus den mal Ă€therisch distanzierten, mal sirenenhaft verlockenden Vocals seiner damaligen Partnerin und SĂ€ngerin Pia Lund, und den nicht selten bis ins Surreale reichenden Songtexten, in denen Phillip Boa von unzĂ€hligen seltsamen und unangepassten Charakteren erzĂ€hlte. So unangepasst wie der Voodooclub selbst: Angefangen bei Paul, dem Obdachlosen aus âContainer Loveâ, der seit einem harten Schicksalsschlag auf dem Parkplatz vor der Dortmunder Disco hauste, in dem der Voodooclub seinen ersten Proberaum hatte. Albert, der aus dem System gefallene Headbanger, den nur seine Liebe zum Metal am Leben hĂ€lt. Die Muse Annie, die in ihrem Lovebomber fĂŒr KreativitĂ€t und Fantasie kĂ€mpfte. Der âPrimitive Manâ, der einem vertonten Selbstportrait seines Schöpfers entsprang. Die unstillbare âHappy Spiderâ, die sich am liebsten von schweren MotorrĂ€dern ernĂ€hrt. Und natĂŒrlich Musiktheoretiker Karlheinz Stockhausen, dem Phillip Boa mit der Contemporary Classic-Hommage âThe Tragic Mastery Of Stock Hausenâ das wohl avantgardistischste StĂŒck des Albums gewidmet hat.
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âGröĂenwahnsinnig, wie ich damals war, wollte ich, dass er den Song produziert. Also habe ich Stockhausens Privatadresse rausgefunden, um ihn persönlich zu fragen. Ich bin ĂŒber den Zaun seines GrundstĂŒcks geklettert und habe bei ihm geklingelt. Leider war niemand zuhause...â Doch Phillip Boa wĂ€re nicht er selbst, wĂŒrde der Musiker nicht stĂ€ndig nach neuen Ausdrucksformen suchen. âEroc und ich haben dann den ganzen Nachmittag damit verbracht, Metallteile aus dem ersten Stock seines Studios auf ein Auto zu schmeiĂen. Die Samples ziehen sich durch verschiedene Songs des Albums. Mein Ziel war es schon immer, mit verschiedenen Stilen und EinflĂŒssen zu spielen, so wie es zum Beispiel Japan oder die frĂŒhen Roxy Music getan haben. Auch die EinstĂŒrzenden Neubauten habe ich schon immer fĂŒr ihre Klangexperimente bewundert.â Etwas, das sich auf der Tracklist von âHairâ deutlich wiederfindet, die in verschiedenen Aufnahmestudios wie dem Woodhouse in Hagen sowie diversen Londoner Locations wie dem Roundhouse, dem Konk oder dem im ehemaligen Rotlichtviertel Soho gelegenen Earth Studio eingespielt wurde, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sich ein Bordell der maltesischen Mafia befand. Nur eine von zahllosen obskuren Making-Of-Anekdoten. âDer ausschlaggebende Grund fĂŒr mich, einen Major-Deal zu unterschreiben, war mit jedem Produzenten arbeiten zu dĂŒrfen, den ich bewunderte. FĂŒr einen Jungen aus dem Ruhrpott ein absoluter Traum. Neben der Musik habe ich mich schon immer auch als Producer gesehen und wollte nur von den Besten lernen.â Namentlich Jay Burnett (Suicide, John Cale, David Bowie), John Leckie (Simple Minds, XTC, The Fall) oder Tony Visconti (David Bowie, T.Rex, Sparks).
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Mit der Re-Edition erscheint âHairâ nun in remasterter und restaurierter Form. In aufwĂ€ndiger Detailarbeit wurden alle StĂŒcke des Original-Albums von Boas langjĂ€hrigem Wegbegleiter Eroc (der auch als Drummer auf âHairâ vertreten ist) aufgefrischt und wiederhergestellt. ErgĂ€nzt wird die erweiterte Neuauflage durch das exklusive Bonus-Album âThe Honeymoon Filesâ, auf dem elf brandneue Tracks im Spirit von âHairâ enthalten sind. Die âFlitterwochenâ-Songs entstanden zwischen 2023 und 2024 gemeinsam mit dem bewĂ€hrten Co-Producer David Vella in den Temple Studios auf Malta. Angefangen beim kraftvollen Opener âWhen The Sidewalk Endsâ und dem elektronisch-tanzbaren âNo Is The Answer To This Madnessâ, ĂŒber das nostalgische âThe End Of The 80sâ und die packende Hymne âWe Are The Voodoo Peopleâ, bis hin zum nachdenklichen âPoolside Memoriesâ prĂ€sentiert sich der Voodooclub stilistisch Ă€hnlich offen wie zu seiner âHairâ-Phase. âDer Song âThe End Of The 80sâ fĂ€ngt das Feeling von damals ziemlich gut ein. Eine AtmosphĂ€re zwischen dem Ende der 80er Jahre und dem Anfang von etwas Neuem. Der Abschluss eines Jahrzehnts, wĂ€hrend andererseits eine gewisse VerĂ€nderung in der Luft lag. Eine neue Freiheit, die sich politisch und gesellschaftlich andeutete.â
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Eine Aufbruchsstimmung, die Phillip Boa And The Voodooclub auf dem bisher unveröffentlichten Konzertmitschnitt âLive, Exile!â eingefangen haben, der am 29. September 1989 in der Ost-Berliner Werner-Seelenbinder-Halle entstand â dem ersten Auftritt des Voodooclubs in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, bei dem die Band alte und neue Tracks wie âI Dedicate My Soul To Youâ, âSkullâ, âAnnie Flies The Lovebomberâ, âFine Art In Silverâ, âAlbert Is A Headbangerâ, âContainer Loveâ, âLunatics Over Brightonâ, âDianaâ, âKill Your Idealsâ und andere nur wenige Wochen vor dem Mauerfall vor einem euphorischen Publikum performte. Hairstory, revisited. âEs war eine unglaubliche Stimmung in und vor der Halle. So etwas habe ich bis heute nicht mehr erlebt. So mĂŒssen sich die Beatles gefĂŒhlt haben, als sie zum ersten Mal in den USA auftraten. Kompletter Ausnahmezustand! Nach dem Gig kam unser Bus von dort nicht mehr weg, weil sich mehrere tausend Menschen auf diesem Platz gedrĂ€ngt haben. Wir sind dann wieder ausgestiegen und haben uns mit den Fans unterhalten. Es war sehr beeindruckend und berĂŒhrend, ihre Geschichten zu hören.â
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Abgerundet wird der Reissue von âHairâ von einer Sammlung mit raren Songs, ausgesuchten Bonustracks und bisher unveröffentlichten Session-Outtakes wie âContainer Love (Long Version)â, âMorlocks In England (Original Studio Recording)â, dem Velvet Underground-Cover âIâm Waiting For My Man (Live Studio Session)â, âI Wanna Be Your Hoover (Live Markthalle Hamburg)â, âAnnie Flies The Lovebomber (Acoustic Demo Version)â und vielen anderen. âIch liebe physische TontrĂ€ger, die man anfassen, anschauen und ĂŒber das Artwork nachdenken kann. Die Neuauflage von âHairâ stellt einen neu kuratierten Teil meines Lebenswerks dar. Es war eine spannende Erfahrung, die alten Tracks in einem zeitgemĂ€Ăen Sound zu remastern und mit völlig neuen Songs im Geiste des Original-Albums zu kombinieren. Eine Zeitreise in die Geschichte des Voodooclubs, die in die Gegenwart fĂŒhrt.â
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âHair (Re-Edition 2025)â erscheint am 25.04.2025 in den Formaten 2LP, 2CD Digipack und als limitiertes Deluxe Mediabook inklusive 4CD, 10â-Vinyl-Single, 52-seitigem Booklet und vom KĂŒnstler signiertem Artprint.
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Tracklist
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CD 1 HAIR
1 Container Love
2 You Sent All My Letters
3 Happy Spider
4 Primitive Man
5 Merry My Mind
6 I Wanna Be Your Hoover
7 Fine Art In Silver
8 Annie Flies The Lovebomber
9 Albert Is A Headbanger
10 I Go Down To The Sea
11 They Say Hurray
12 Tragic Mastery Of Stockhausen
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CD 2 THE HONEYMOON FILES (A Collection Of 10 New Songs From 2024)
1 When The Sidewalk Ends
2 No Is The Answer To This Madness
3 Carly
4 Nero Nero
5 Endearing
6 Millions Of Light Years
7 The End Of The 80's
8 We Are The Voodoo People
9 Poolside Memories
10 The Pharaoh Song
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Original: $24.57
-65%$24.57
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Description
Mit âHairâ haben Phillip Boa And The Voodooclub im Januar 1989 eines der wohl wichtigsten deutschen Indie Rock-Alben der ausgehenden 80er/ beginnenden 90er Jahre veröffentlicht. Ein Paradebeispiel an stilistischer Experimentierfreude, versponnener ErzĂ€hlkunst und kreativer Eigensinnigkeit, mit dem Boa seinen Status als vehementer Antipopstar untermauerte.Im April erscheint der Longplay-Meilenstein als remasterte und erweiterte Anniversary-Edition, die neben dem Original-Album weitere TontrĂ€ger mit brandneuen Songs, einen bisher noch unveröffentlichten Konzertmitschnitt sowie exklusive RaritĂ€ten, Bonustracks und Session-Outtakes enthĂ€lt!
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Kompromisslos, exzentrisch und unberechenbar â ein Ruf als hochfunktionale Eigenbrötler, der Phillip Boa und seinem Voodooclub spĂ€testens seit dem 1988 erschienenen Drittwerk âCopperfieldâ vorauseilte und den die Formation auch auf ihrem Album-Nachfolger âHairâ bestĂ€tigte. Mit ihrem experimentellen Mix aus Indie Rock, Post Punk und Art Pop begeisterte die Band nicht nur das deutsche, sondern auch das kritische UK-Publikum, wĂ€hrend sich die Macher weiterhin jedem Verdacht auf kommerziellen Erfolg verweigerten. Ein Balanceakt zwischen Kunst und Kommerz, der mit jedem Radioplay renommierter Tastemaker wie John Peel und Co. immer schwieriger wurde. âNach zwei schönen Indie-Alben bedeutete âCopperfieldâ einen kleinen Durchbruch. Gleichzeitig wurde die kĂŒnstlerische Figur Phillip Boa langsam gröĂer als ich als Individuumâ, blickt der Voodooclub-Mastermind auf eine schizophrene Schaffensphase zurĂŒck. âIch war noch nie ein Entertainer oder ein Rockstar. Dieses Gen fehlt mir bis heute. Als sich âContainer Loveâ zum Hit entwickelte, schlugen wir reihenweise Einladungen wichtiger TV- und Radioshows aus.â GenĂŒtzt hat es kaum, bekanntlich. Kultstatus wider Willen.
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Ein selbstgewĂ€hltes Exil im Pop-AuĂenseitertum, in dem sich Phillip Boa And The Voodooclub mit âHairâ hĂ€uslich einrichteten. Direkt im Spannungsfeld aus den mal Ă€therisch distanzierten, mal sirenenhaft verlockenden Vocals seiner damaligen Partnerin und SĂ€ngerin Pia Lund, und den nicht selten bis ins Surreale reichenden Songtexten, in denen Phillip Boa von unzĂ€hligen seltsamen und unangepassten Charakteren erzĂ€hlte. So unangepasst wie der Voodooclub selbst: Angefangen bei Paul, dem Obdachlosen aus âContainer Loveâ, der seit einem harten Schicksalsschlag auf dem Parkplatz vor der Dortmunder Disco hauste, in dem der Voodooclub seinen ersten Proberaum hatte. Albert, der aus dem System gefallene Headbanger, den nur seine Liebe zum Metal am Leben hĂ€lt. Die Muse Annie, die in ihrem Lovebomber fĂŒr KreativitĂ€t und Fantasie kĂ€mpfte. Der âPrimitive Manâ, der einem vertonten Selbstportrait seines Schöpfers entsprang. Die unstillbare âHappy Spiderâ, die sich am liebsten von schweren MotorrĂ€dern ernĂ€hrt. Und natĂŒrlich Musiktheoretiker Karlheinz Stockhausen, dem Phillip Boa mit der Contemporary Classic-Hommage âThe Tragic Mastery Of Stock Hausenâ das wohl avantgardistischste StĂŒck des Albums gewidmet hat.
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âGröĂenwahnsinnig, wie ich damals war, wollte ich, dass er den Song produziert. Also habe ich Stockhausens Privatadresse rausgefunden, um ihn persönlich zu fragen. Ich bin ĂŒber den Zaun seines GrundstĂŒcks geklettert und habe bei ihm geklingelt. Leider war niemand zuhause...â Doch Phillip Boa wĂ€re nicht er selbst, wĂŒrde der Musiker nicht stĂ€ndig nach neuen Ausdrucksformen suchen. âEroc und ich haben dann den ganzen Nachmittag damit verbracht, Metallteile aus dem ersten Stock seines Studios auf ein Auto zu schmeiĂen. Die Samples ziehen sich durch verschiedene Songs des Albums. Mein Ziel war es schon immer, mit verschiedenen Stilen und EinflĂŒssen zu spielen, so wie es zum Beispiel Japan oder die frĂŒhen Roxy Music getan haben. Auch die EinstĂŒrzenden Neubauten habe ich schon immer fĂŒr ihre Klangexperimente bewundert.â Etwas, das sich auf der Tracklist von âHairâ deutlich wiederfindet, die in verschiedenen Aufnahmestudios wie dem Woodhouse in Hagen sowie diversen Londoner Locations wie dem Roundhouse, dem Konk oder dem im ehemaligen Rotlichtviertel Soho gelegenen Earth Studio eingespielt wurde, in dessen unmittelbarer Nachbarschaft sich ein Bordell der maltesischen Mafia befand. Nur eine von zahllosen obskuren Making-Of-Anekdoten. âDer ausschlaggebende Grund fĂŒr mich, einen Major-Deal zu unterschreiben, war mit jedem Produzenten arbeiten zu dĂŒrfen, den ich bewunderte. FĂŒr einen Jungen aus dem Ruhrpott ein absoluter Traum. Neben der Musik habe ich mich schon immer auch als Producer gesehen und wollte nur von den Besten lernen.â Namentlich Jay Burnett (Suicide, John Cale, David Bowie), John Leckie (Simple Minds, XTC, The Fall) oder Tony Visconti (David Bowie, T.Rex, Sparks).
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Mit der Re-Edition erscheint âHairâ nun in remasterter und restaurierter Form. In aufwĂ€ndiger Detailarbeit wurden alle StĂŒcke des Original-Albums von Boas langjĂ€hrigem Wegbegleiter Eroc (der auch als Drummer auf âHairâ vertreten ist) aufgefrischt und wiederhergestellt. ErgĂ€nzt wird die erweiterte Neuauflage durch das exklusive Bonus-Album âThe Honeymoon Filesâ, auf dem elf brandneue Tracks im Spirit von âHairâ enthalten sind. Die âFlitterwochenâ-Songs entstanden zwischen 2023 und 2024 gemeinsam mit dem bewĂ€hrten Co-Producer David Vella in den Temple Studios auf Malta. Angefangen beim kraftvollen Opener âWhen The Sidewalk Endsâ und dem elektronisch-tanzbaren âNo Is The Answer To This Madnessâ, ĂŒber das nostalgische âThe End Of The 80sâ und die packende Hymne âWe Are The Voodoo Peopleâ, bis hin zum nachdenklichen âPoolside Memoriesâ prĂ€sentiert sich der Voodooclub stilistisch Ă€hnlich offen wie zu seiner âHairâ-Phase. âDer Song âThe End Of The 80sâ fĂ€ngt das Feeling von damals ziemlich gut ein. Eine AtmosphĂ€re zwischen dem Ende der 80er Jahre und dem Anfang von etwas Neuem. Der Abschluss eines Jahrzehnts, wĂ€hrend andererseits eine gewisse VerĂ€nderung in der Luft lag. Eine neue Freiheit, die sich politisch und gesellschaftlich andeutete.â
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Eine Aufbruchsstimmung, die Phillip Boa And The Voodooclub auf dem bisher unveröffentlichten Konzertmitschnitt âLive, Exile!â eingefangen haben, der am 29. September 1989 in der Ost-Berliner Werner-Seelenbinder-Halle entstand â dem ersten Auftritt des Voodooclubs in der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik, bei dem die Band alte und neue Tracks wie âI Dedicate My Soul To Youâ, âSkullâ, âAnnie Flies The Lovebomberâ, âFine Art In Silverâ, âAlbert Is A Headbangerâ, âContainer Loveâ, âLunatics Over Brightonâ, âDianaâ, âKill Your Idealsâ und andere nur wenige Wochen vor dem Mauerfall vor einem euphorischen Publikum performte. Hairstory, revisited. âEs war eine unglaubliche Stimmung in und vor der Halle. So etwas habe ich bis heute nicht mehr erlebt. So mĂŒssen sich die Beatles gefĂŒhlt haben, als sie zum ersten Mal in den USA auftraten. Kompletter Ausnahmezustand! Nach dem Gig kam unser Bus von dort nicht mehr weg, weil sich mehrere tausend Menschen auf diesem Platz gedrĂ€ngt haben. Wir sind dann wieder ausgestiegen und haben uns mit den Fans unterhalten. Es war sehr beeindruckend und berĂŒhrend, ihre Geschichten zu hören.â
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Abgerundet wird der Reissue von âHairâ von einer Sammlung mit raren Songs, ausgesuchten Bonustracks und bisher unveröffentlichten Session-Outtakes wie âContainer Love (Long Version)â, âMorlocks In England (Original Studio Recording)â, dem Velvet Underground-Cover âIâm Waiting For My Man (Live Studio Session)â, âI Wanna Be Your Hoover (Live Markthalle Hamburg)â, âAnnie Flies The Lovebomber (Acoustic Demo Version)â und vielen anderen. âIch liebe physische TontrĂ€ger, die man anfassen, anschauen und ĂŒber das Artwork nachdenken kann. Die Neuauflage von âHairâ stellt einen neu kuratierten Teil meines Lebenswerks dar. Es war eine spannende Erfahrung, die alten Tracks in einem zeitgemĂ€Ăen Sound zu remastern und mit völlig neuen Songs im Geiste des Original-Albums zu kombinieren. Eine Zeitreise in die Geschichte des Voodooclubs, die in die Gegenwart fĂŒhrt.â
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âHair (Re-Edition 2025)â erscheint am 25.04.2025 in den Formaten 2LP, 2CD Digipack und als limitiertes Deluxe Mediabook inklusive 4CD, 10â-Vinyl-Single, 52-seitigem Booklet und vom KĂŒnstler signiertem Artprint.
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Tracklist
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CD 1 HAIR
1 Container Love
2 You Sent All My Letters
3 Happy Spider
4 Primitive Man
5 Merry My Mind
6 I Wanna Be Your Hoover
7 Fine Art In Silver
8 Annie Flies The Lovebomber
9 Albert Is A Headbanger
10 I Go Down To The Sea
11 They Say Hurray
12 Tragic Mastery Of Stockhausen
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CD 2 THE HONEYMOON FILES (A Collection Of 10 New Songs From 2024)
1 When The Sidewalk Ends
2 No Is The Answer To This Madness
3 Carly
4 Nero Nero
5 Endearing
6 Millions Of Light Years
7 The End Of The 80's
8 We Are The Voodoo People
9 Poolside Memories
10 The Pharaoh Song
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